Rehkitzrettung


Jedes Frühjahr bis Anfang Sommer tritt das gleiche Problem auf. Die Landwirte haben meist nur ein kurzes Zeitfenster, um ihr Silo- bzw. Heugras abzumähen und somit Futter für ihr Vieh bereitzustellen. Dabei kommt es leider immer wieder vor, dass Wildtiere, insbesondere Rehkitze, der Mähmaschine zum Opfer fallen. Durch den angeborenen Duckinstinkt bleiben die Rehkitze bei Gefahr regungslos am Boden im hohen Gras liegen. Dadurch sind sie zwar gut vor Fressfeinden geschützt, aber eben auch für den Menschen nahezu unsichtbar. In der Schweiz sterben jährlich mehrere Tausend Rehkitze auf diese qualvolle Art und Weise. Zusätzlich zum Tierleid kann für den Landwirt ein finanzieller Schaden entstehen. Denn insbesondere bei der Siloherstellung verseucht der Tierkadaver das Viehfutter. Nicht zuletzt ist es auch für den Führer der Mähmaschine eine äusserst unangenehme Angelegenheit.

Weitere Informationen zur Rehkitzrettung:

Drohneneinsatz zur Rehkitzrettung Merkblatt VHJV

Merkblatt des Berner Jägerverbandes

–  Verein Rehkitzrettung.ch

– Lehrfilm Rehkitzrettung

Einsatzrapport Rehkitzrettung

Landwirte - wir helfen euch!

Landwirte können sich bei den zuständigen Rayonchefs oder bei bekannten Jägerinnen und Jägern der Region melden. Nur wenn der Mähtermin rechtzeitig am Tag vor dem Mähen mitgeteilt wird, kann eine fachgerechte Rehkitzrettung durchgeführt werden.

Nach erfolgten Massnahmen sollte das Feld umgehend gemäht werden. Wird ein Rehkitz gefunden, sollte das Tier möglichst wenig und vor allem nie mit blossen Händen berührt werden. Idealerweise das Kitz mit einer Kiste zudecken, markieren und drumherum mähen. In der Regel gebärt eine Rehgeiss immer zwei Kitze. Die Kitze liegen immer mit einem Abstand zueinander.

Bei der Rehkitzrettung gibt es nie eine 100%-ige Garantie. Jedes vermähte Wildtier muss unverzüglich dem Wildhüter gemeldet werden.

Information Berner Bauernverband

Adressliste der zuständigen Jäger der VHJV-Hegerayons